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RN vom 23.3.2010 - Frauen sind am Drücker

Frauen sind am Drücker

Flexibilität, soziale Verantwortung und eine Arbeit, die auch Spaß macht – diese Ansprüche stellt Paula Wiesemann (24), Studentin der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Geschlechtsforschung, an ihrezukünftigen Arbeitgeber.

Zum Auftakt des 15. Dortmunder Forumsgespräch in der DASA diskutierten Vertreter aus der Wirtschaft zusammen mit Studenten über folgende Fragen: Wie sieht das Arbeiten und Leben im Jahr 2025 aus? Welche Perspekti-
ve haben junge Menschen? Monika Goldmann, Vorsitzende des Dortmunder Forums Frauen und Wirtschaft, machte deutlich, dass auf dem Arbeitsmarkt demnächst mit noch härteren Bandagen gekämpft wird: „ Die Frauen scharren mit den Hufen. Sie drängen immer mehr in die Arbeitswelt und wollen auch Führungspositionen übernehmen.“

Neue Generation


Die Wirtschaft müsse sich für eine neue Generation junger Frauen bereit machen. Karriere und Familie sollen sich in Zukunft noch besser miteinander vereinbaren lassen.
Inka Derwald, Geschäftsführerin der Derwald Grundstücksentwicklung, zeigt sich optimistisch: „ Wir brauchen Flexibilität auf beiden Seiten.
Doch mit ein wenig Organisationsgeschick kann man jede Hürde meistern.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion waren befristete Arbeitsverträge. Thomas Hensolt, Absolvent der Kunstgeschichte, sieht für seine Zukunft eher schwarz:
„ Ich habe nach meinem Studium einen befristeten Vertrag in einem Museum in Recklinghausen bekommen. Doch mein Arbeitsplatz wird
durch die Ruhr.2010 finanziert. Schon jetzt ist klar, dass die Stelle 2011 nicht fortgesetzt wird.“ Der 30-Jährige steht mit diesem Problem
nicht alleine da. „ Besonders junge Arbeitnehmer bekommen häufig nur noch einen befristeten Vertrag. Diese Entwicklung ist sehr bedenklich“ , kritisiert Jutta Reiter, Vorsitzende der DGB Region Dortmund-Hellweg. Eine Prognose für 2025 sei schwierig. Dazu Monika Goldmann:
„Nur eins ist derzeit sicher. Die Frauen sind am Drücker.“

Daniel.Mueller[at]ruhrnachrichten.de


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