Intersektionale Benachteiligung von Frauen am 30.06.2021

Intersektionale Benachteiligung von Frauen am 30.06.2021

Kann ich als Frau ausgegrenzt werden und gleichzeitig andere Frauen ausgrenzen?

Aus der Reihe „Antifeminismus und Rassismus“
Referentin: Aretha S. Schwarzbach-Apithy

Zu dieser Frage kamen am 30.06.2021 etwa 45 Frauen in der Agora des Dietrich-Keuning-Hauses zusammen, unter Einhaltung der aktuell erforderlichen Hygieneregeln. Thema der vierstündigen Diskussionsveranstaltung war einerseits die Diskriminierung von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft und andererseits die rassistische Diskriminierung von nicht-weißen Menschen in einer weißen (Mehrheits-)Gesellschaft. In der Diskussion ging es vor allem um die Verschränkung beider Diskriminierungsebenen in historischen und aktuellen Situationen und deren persönliches Erleben und Reflektieren.

Fachlich angeleitet wurde die Veranstaltung durch Aretha Schwarzbach-Apithy, gelernte Erzieherin und derzeit Ausbilderin von Erzieher*innen aus Berlin. Sie ist Trainerin und Mediatorin mit den Schwerpunkten Weiss.sein, Feminismus, Kolonialrassismus, Intersektionalität u.a. Dank der sensiblen Moderation durch Andrea Blome haben sich die Teilnehmerinnen rege zu Wort gemeldet und mit der Referentin debattiert. Andrea Blome aus Münster ist seit mehr als 20 Jahren freiberuflich als Journalistin und Moderatorin tätig.

Zentrale Frage an alle Teilnehmerinnen war, sich an konkrete Situationen zu erinnern, in denen sie sich diskriminiert gefühlt und an welchen Stellen sie selbst diskriminiert haben. Ziel des Workshops war es, mit dieser Frage anzuregen, über das eigene Handeln nachzudenken und seine Wirkungen auf Andere zu beleuchten. Je mehr das eigene Handeln einer Person bekannt und bewusst ist, desto mehr Möglichkeiten entstehen, sich vorurteilsfreier anderen Personen zu begegnen. So bekamen die Teilnehmerinnen einen Eindruck davon, wie sehr das eigene Handeln von Erlebtem und Gelerntem gespeist wird.

Unterschiedliche Meinungen kamen bei der Frage auf, ob und inwieweit sich der Feminismus weißer Frauen sich ausreichend mit den Verstrickungen privilegierter Frauen in rassistische Strukturen auseinandergesetzt haben. Hier vertrat Frau Schwarzbach-Apithy dezidiert, dass der Feminismus eine Chance verpasst habe, sich mit der Sklaverei und der Unterstützung rassistischer Strukturen der herrschenden weißen Männer durch Frauen kritisch auseinanderzusetzen. Während diese zugespitzte Sicht auf die Historie nicht von allen Frauen geteilt wurde, bestand hingegen weitgehend Einigkeit darin, dass heutzutage mehr Möglichkeiten gegeben sind, schwarze Menschen mit nachhaltigen Folgen auszugrenzen als weiße. Es müsse darum gehen, hinter die diskriminierenden Strukturen zu blicken und gegen die Ausgrenzung von Menschen zu arbeiten.

Eingeladen zu dieser spannenden Diskussionsveranstaltung hatten

das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, das Dortmunder Forum Frau & Wirtschaft e.V., der DGB Dortmund-Hellweg, der Evangelische Kirchenkreis Dortmund, die Volkshochschule Dortmund sowie, erstmals dabei, der VMDO, der Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V.

Die Veranstaltung stand in einer Reihe von vorherigen Veranstaltungen, die sich kritisch mit rechtspopulistischen Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt haben, die Frauenrechte und Gleichstellungpolitik beschneiden und zurückdrängen wollen. Die Veranstaltungsreihe soll fortgesetzt werden.

Kontakt

Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e. V

Evinger Platz 17
44339 Dortmund 

Fon: +49 176 – 64 04 38 34
E-Mail: infodffwde

Intersektionale Benachteiligung von Frauen am 30.06.2021

Kann ich als Frau ausgegrenzt werden und gleichzeitig andere Frauen ausgrenzen?

Aus der Reihe „Antifeminismus und Rassismus“
Referentin: Aretha S. Schwarzbach-Apithy

Zu dieser Frage kamen am 30.06.2021 etwa 45 Frauen in der Agora des Dietrich-Keuning-Hauses zusammen, unter Einhaltung der aktuell erforderlichen Hygieneregeln. Thema der vierstündigen Diskussionsveranstaltung war einerseits die Diskriminierung von Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft und andererseits die rassistische Diskriminierung von nicht-weißen Menschen in einer weißen (Mehrheits-)Gesellschaft. In der Diskussion ging es vor allem um die Verschränkung beider Diskriminierungsebenen in historischen und aktuellen Situationen und deren persönliches Erleben und Reflektieren.

Fachlich angeleitet wurde die Veranstaltung durch Aretha Schwarzbach-Apithy, gelernte Erzieherin und derzeit Ausbilderin von Erzieher*innen aus Berlin. Sie ist Trainerin und Mediatorin mit den Schwerpunkten Weiss.sein, Feminismus, Kolonialrassismus, Intersektionalität u.a. Dank der sensiblen Moderation durch Andrea Blome haben sich die Teilnehmerinnen rege zu Wort gemeldet und mit der Referentin debattiert. Andrea Blome aus Münster ist seit mehr als 20 Jahren freiberuflich als Journalistin und Moderatorin tätig.

Zentrale Frage an alle Teilnehmerinnen war, sich an konkrete Situationen zu erinnern, in denen sie sich diskriminiert gefühlt und an welchen Stellen sie selbst diskriminiert haben. Ziel des Workshops war es, mit dieser Frage anzuregen, über das eigene Handeln nachzudenken und seine Wirkungen auf Andere zu beleuchten. Je mehr das eigene Handeln einer Person bekannt und bewusst ist, desto mehr Möglichkeiten entstehen, sich vorurteilsfreier anderen Personen zu begegnen. So bekamen die Teilnehmerinnen einen Eindruck davon, wie sehr das eigene Handeln von Erlebtem und Gelerntem gespeist wird.

Unterschiedliche Meinungen kamen bei der Frage auf, ob und inwieweit sich der Feminismus weißer Frauen sich ausreichend mit den Verstrickungen privilegierter Frauen in rassistische Strukturen auseinandergesetzt haben. Hier vertrat Frau Schwarzbach-Apithy dezidiert, dass der Feminismus eine Chance verpasst habe, sich mit der Sklaverei und der Unterstützung rassistischer Strukturen der herrschenden weißen Männer durch Frauen kritisch auseinanderzusetzen. Während diese zugespitzte Sicht auf die Historie nicht von allen Frauen geteilt wurde, bestand hingegen weitgehend Einigkeit darin, dass heutzutage mehr Möglichkeiten gegeben sind, schwarze Menschen mit nachhaltigen Folgen auszugrenzen als weiße. Es müsse darum gehen, hinter die diskriminierenden Strukturen zu blicken und gegen die Ausgrenzung von Menschen zu arbeiten.

Eingeladen zu dieser spannenden Diskussionsveranstaltung hatten

das Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, das Dortmunder Forum Frau & Wirtschaft e.V., der DGB Dortmund-Hellweg, der Evangelische Kirchenkreis Dortmund, die Volkshochschule Dortmund sowie, erstmals dabei, der VMDO, der Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund e.V.

Die Veranstaltung stand in einer Reihe von vorherigen Veranstaltungen, die sich kritisch mit rechtspopulistischen Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt haben, die Frauenrechte und Gleichstellungpolitik beschneiden und zurückdrängen wollen. Die Veranstaltungsreihe soll fortgesetzt werden.