Vorbild Müllfrau - Betriebsbesichtigung des dffw bei der EDG

Vorbild Müllfrau - Betriebsbesichtigung des dffw bei der EDG

Hatten gemeinsam zur Betriebsbesichtigung der EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) eingeladen v. l. n. r.: Ursula Bobitka (Kompetenzzentrum Frau & Beruf), Silvia Linke (EDG), Gabriele Brübach (Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e. V.), Bastian Prange (EDG). Foto: Beate Fleck

Silvia Linke, EDG Entsorgung Dortmund GmbH

Mehr als 40 Gäste folgten der Einladung von EDG, dffw und Competentia

EDG - Mehr als man denkt!

Bastian Prange, EDG Entsorgung Dortmund GmbH bei der Führung über das Betriebsgelände

EDG plant die Zukunft mit mehr Frauen

Es gibt nur wenige Berufsfelder, die heute noch so männlich geprägt sind wie die Berufe bei Müllabfuhr und Straßenreinigung. Doch das wird nicht so bleiben. Die Dortmunder Entsorgungsbetriebe stellen bereits die Weichen für eine weiblichere Perspektive. Das war eine Erkenntnis der Betriebsbesichtigung, zu der das Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf in Kooperation mit der EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) eingeladen hatten.

Chancengleichheit ist ein Selbstverständnis für uns“, sagt Silvia Linke, verantwortlich für Personalentwicklung bei der EDG, und schildert fast zurückhaltend die vielfältigen Errungenschaften die es im Unternehmen für Beschäftige gibt. Ob Programme für Langzeitarbeitslose oder das hohe Engagement für die Ausbildung. Die EDG tut viel um ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Aber eine alternde Belegschaft motiviert die Dortmunder Entsorger auch im Hinblick auf die weibliche Belegschaft zum Handeln.

Von Rhetorik bis zum Damenschuh: Auszeichnung für Chancengleichheit

Daher sollen langfristig mehr Frauen für das Unternehmen gewonnen werden. Um die Frauen im Unternehmen schon jetzt zu stärken und so auch für weiblichen Nachwuchs attraktiv zu sein, gibt es unterschiedliche Ansätze der Frauenförderung. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, wurde beispielsweise ein Familienzimmer eingerichtet, in dem während der Arbeit ein Kind betreut werden kann. Kontakthalteprogramme sorgen dafür, dass während der Elternzeit der Kontakt nicht abreißt und die Beschäftigten auf dem Laufenden bleiben, sofern sie dies möchten. Mit einem Willkommenspaket für Neugeborene signalisiert die EDG, dass Nachwuchs willkommen ist. Silvia Linke hofft so auch Männer zur Nutzung der Elternzeit zu bewegen: “Immer mehr Männer gehen bei uns in die Elternzeit. Es ist schön zu sehen, dass das Thema langsam aufbricht und sich etwas verändert.“

Manchmal sind es aber auch profane Dinge, wie die Arbeitskleidung, die zur Gleichberechtigung beitragen. So bekommen Frauen auf Wunsch Arbeitskleidung und Schuhe mit eigener Passform speziell für Damen.

Um die Frauen im Unternehmen besonders fit zu machen, werden zur Fortbildung Seminare für Rhetorik und Kommunikation angeboten, die sich speziell an Frauen richten. Seit vielen Jahren beteiligt sich die EDG am Dortmunder CrossMentoring Programm, um Frauen auch für Führungsaufgaben zu befähigen. Der Erfolg all dieser Maßnahmen zeigte sich zum Beispiel im vergangenen Jahr, als sich die EDG erfolgreich um das TOTAL-E-Quality-Prädikat beworben hat.

Eine Ministerin als Vorbild

Der Erfolg zeigt sich aber auch in den drei Leitungspositionen, die inzwischen mit einer Frau besetzt sind. Neben dem Vertrieb und der Buchführung wird auch ein Recyclinghof in Dortmund von einer Frau geführt. Interessanteweise finden sich hier auch weibliche Auszubildende für technische Berufe. Um bestehende Barrieren für weibliche Beschäftigte im gewerblichen Bereich abzubauen, werden Neubauten der EDG künftig auch mit ausreichenden Waschkauen für Frauen ausgestattet sein, versichert Geschäftsführer Bastian Prange während der Betriebsbesichtigung.

Mehr Frauen in Männerberufe, das Ziel hat auch der Verband Kommunaler Unternehmen ausgerufen. Im vergangenen Jahr konnten sie dafür ein prominentes Vorbild gewinnen, als Familienministerin Franziska Giffey bei der Müllabfuhr in Berlin mit anpackte, um für mehr Frauen in Männerdomänen zu werben.

Einen ersten Einblick in die Arbeitswelt bei einem städtischen Entsorger gab EDG Geschäftsführer Bastian Prange mit seinem Vortrag und einer Führung über das Gelände. Mehr als 40 Besucherinnen nutzen das Angebot und ließen sich Fragen zu Nachhaltigkeit, Mülltrennung und Müllbeseitigung aus erster Hand erläutern.

Kontakt

Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e. V

Evinger Platz 17
44339 Dortmund 

Fon: +49 176 – 64 04 38 34
E-Mail: info©dffw.de

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Vorbild Müllfrau - Betriebsbesichtigung des dffw bei der EDG

Hatten gemeinsam zur Betriebsbesichtigung der EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) eingeladen v. l. n. r.: Ursula Bobitka (Kompetenzzentrum Frau & Beruf), Silvia Linke (EDG), Gabriele Brübach (Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e. V.), Bastian Prange (EDG). Foto: Beate Fleck

Silvia Linke, EDG Entsorgung Dortmund GmbH

Mehr als 40 Gäste folgten der Einladung von EDG, dffw und Competentia

EDG - Mehr als man denkt!

Bastian Prange, EDG Entsorgung Dortmund GmbH bei der Führung über das Betriebsgelände

EDG plant die Zukunft mit mehr Frauen

Es gibt nur wenige Berufsfelder, die heute noch so männlich geprägt sind wie die Berufe bei Müllabfuhr und Straßenreinigung. Doch das wird nicht so bleiben. Die Dortmunder Entsorgungsbetriebe stellen bereits die Weichen für eine weiblichere Perspektive. Das war eine Erkenntnis der Betriebsbesichtigung, zu der das Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf in Kooperation mit der EDG Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) eingeladen hatten.

Chancengleichheit ist ein Selbstverständnis für uns“, sagt Silvia Linke, verantwortlich für Personalentwicklung bei der EDG, und schildert fast zurückhaltend die vielfältigen Errungenschaften die es im Unternehmen für Beschäftige gibt. Ob Programme für Langzeitarbeitslose oder das hohe Engagement für die Ausbildung. Die EDG tut viel um ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen. Aber eine alternde Belegschaft motiviert die Dortmunder Entsorger auch im Hinblick auf die weibliche Belegschaft zum Handeln.

Von Rhetorik bis zum Damenschuh: Auszeichnung für Chancengleichheit

Daher sollen langfristig mehr Frauen für das Unternehmen gewonnen werden. Um die Frauen im Unternehmen schon jetzt zu stärken und so auch für weiblichen Nachwuchs attraktiv zu sein, gibt es unterschiedliche Ansätze der Frauenförderung. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen, wurde beispielsweise ein Familienzimmer eingerichtet, in dem während der Arbeit ein Kind betreut werden kann. Kontakthalteprogramme sorgen dafür, dass während der Elternzeit der Kontakt nicht abreißt und die Beschäftigten auf dem Laufenden bleiben, sofern sie dies möchten. Mit einem Willkommenspaket für Neugeborene signalisiert die EDG, dass Nachwuchs willkommen ist. Silvia Linke hofft so auch Männer zur Nutzung der Elternzeit zu bewegen: “Immer mehr Männer gehen bei uns in die Elternzeit. Es ist schön zu sehen, dass das Thema langsam aufbricht und sich etwas verändert.“

Manchmal sind es aber auch profane Dinge, wie die Arbeitskleidung, die zur Gleichberechtigung beitragen. So bekommen Frauen auf Wunsch Arbeitskleidung und Schuhe mit eigener Passform speziell für Damen.

Um die Frauen im Unternehmen besonders fit zu machen, werden zur Fortbildung Seminare für Rhetorik und Kommunikation angeboten, die sich speziell an Frauen richten. Seit vielen Jahren beteiligt sich die EDG am Dortmunder CrossMentoring Programm, um Frauen auch für Führungsaufgaben zu befähigen. Der Erfolg all dieser Maßnahmen zeigte sich zum Beispiel im vergangenen Jahr, als sich die EDG erfolgreich um das TOTAL-E-Quality-Prädikat beworben hat.

Eine Ministerin als Vorbild

Der Erfolg zeigt sich aber auch in den drei Leitungspositionen, die inzwischen mit einer Frau besetzt sind. Neben dem Vertrieb und der Buchführung wird auch ein Recyclinghof in Dortmund von einer Frau geführt. Interessanteweise finden sich hier auch weibliche Auszubildende für technische Berufe. Um bestehende Barrieren für weibliche Beschäftigte im gewerblichen Bereich abzubauen, werden Neubauten der EDG künftig auch mit ausreichenden Waschkauen für Frauen ausgestattet sein, versichert Geschäftsführer Bastian Prange während der Betriebsbesichtigung.

Mehr Frauen in Männerberufe, das Ziel hat auch der Verband Kommunaler Unternehmen ausgerufen. Im vergangenen Jahr konnten sie dafür ein prominentes Vorbild gewinnen, als Familienministerin Franziska Giffey bei der Müllabfuhr in Berlin mit anpackte, um für mehr Frauen in Männerdomänen zu werben.

Einen ersten Einblick in die Arbeitswelt bei einem städtischen Entsorger gab EDG Geschäftsführer Bastian Prange mit seinem Vortrag und einer Führung über das Gelände. Mehr als 40 Besucherinnen nutzen das Angebot und ließen sich Fragen zu Nachhaltigkeit, Mülltrennung und Müllbeseitigung aus erster Hand erläutern.