Balance statt Burnout (3)

Balance statt Burnout – Länger gesund arbeiten können

Fortsetzung

Einig waren sich die Experten und Expertinnen, dass eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit im Betrieb, Familienaufgaben und weiteren Interessen das Thema der Zukunft sein wird. Junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen seien in hohem Maße leistungsbereit und loyal gegenüber den Betrieben, erwarteten aber Entgegenkommen und Belohnungen in Bezug auf Vereinbarkeit. Einig waren sie sich auch darin, dass Führungskräfte sich vorbildlich verhalten und auf die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen achten müssten. Matthias Stiller berichtete, dass die Führungskräfteschulungen der IHK im kommenden Jahr stark nachgefragt würden. Dies zeige ganz deutlich, dass in den Betrieben hier ein großer Qualifizierungsbedarf gesehen werde.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten in Workshops namhafte Unternehmen aus Dortmund, wie Volkswohl Bund Versicherungen, ELMOS AG, LIMO Mikrooptik GmbH (siehe Broschüre Work-Life-Balance: Ein Wettbewerbsvorteil für KMU), VIVAI Software AG sowie weitere Unternehmen aus NRW, wie Diagramm Halbach GmbHaus Schwerte, Klinikum Gütersloh (siehe Folien) und St. Gereon Seniorendienste Hückelhoven (siehe Folien Bernd Bogert) ihre Personalpolitik vor. Sie berichteten, wie sie gute Arbeitsbedingungen schaffen und leistungsbereite und zufriedene Beschäftigte gewinnen.

Einige dieser Unternehmen sind bereits mehrfach für ihre personalpolitischen Aktivitäten (wie Great Place to Work – Bester Arbeitgeber, New Deals Personalmanagement Prädikat, Hochschule St. Gallen) ausgezeichnet worden.

In einem weiteren Workshop wurde die subjektive Ebene der Stressprävention behandelt. Dort wurden praktische Anleitungen gegeben, individuell besser mit Stresssituationen umgehen zu können.

Zusammengefasst: Das 17. Dortmunder Forumsgespräch war eine öffentlichkeitswirksame Plattform, den zunehmenden Stress bei der Arbeit in Dortmund bzw. der Region zu diskutieren. Es hat geleistet, Beispiele guter betrieblicher Praxis zur Sensibilisierung für Arbeitsstress sowie zu Stressminderung und Prävention bekannt zu machen und vielfältige betriebliche Handlungsmöglichkeiten zu zeigen, wie Beschäftigte länger gesund und leistungsfähig erhalten werden können.

Ursula Ammon, 30.09.2013
Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V.
Mitglied des Vorstandes